Christian Penning | Blog
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15 Jan Rendezvous mit den Freeride-Queens

Solche Termine nimmt man doch gerne wahr. In Lech am Arlberg hatte ich mich vor kurzem mit den beiden Erstplatzierten der Women’s Freeride World Tour 2014 für ein Interview verabredet, mit der Overall-Siegerin Nadine Wallner aus Klösterle und ihrer Freeride-Kollegin Lorraine Huber auch Lech. Gerne hätte ich an diesem sonnigen Wintertag mit den beiden ein paar Schwünge im Tiefschnee am Madloch gezogen, doch beide mussten wegen Verletzungen die Bretter im Keller lassen.

So blieb es bei einem Kaffee und einem charmanten Meeting mit anschließendem Fotoshooting in der „Allmeinde Commongrounds“ in Lech. Nadine hat sich im Frühjahr 2014 in Alaska bei Filmaufnahmen einen offenen Schien- und Wadenbeinbruchs zugezogen. Im Interview bestätigte sie erstmals offiziell, dass sie in diesem Winter wegen der Nachwirkungen nicht bei der Freeride World Tour 2015 antreten wird. Sie plant aber ein Comeback 2016. Lorraine hofft nach einem Sturz und einer Knöchelverletzung Anfang des Winters zum Tourstart Ende Januar wieder fit zu sein.

Im Interview diskutierten die beiden über ihre gesunde Rivalität im Steilhang, über ihre Erfahrungen mit freeridenden Männern und ein Leben am Berg jenseits der Komfortzone. Was sie mir  sonst noch erzählt haben, lest Ihr in der nächsten Ausgabe (Mitte Februar) des Magazins „Inspiration“ von Bächli Bergsport in der Schweiz. www.baechli-bergsport.ch

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15 Dez Zeitreise durch Marokkos Berge

Es war mehr als einfach nur ein Auftrag für ein paar Fotoreportagen. Es war eine bewegende Zeitreise in eine Welt weit weg von unserem mitteleuropäischem Alltag – und trotzdem nur knapp vier Flugstunden entfernt von München. Zusammen mit Florentin und Ina war ich im vergangenen Herbst mit einheimischen Guides zwei Wochen lang im hohen Atlas und Jbel Sarho Gebirge unterwegs: Kletter-, Trekking- und Biketouren, so der Plan.

Noch viel eindrucksvoller aber als die sportlichen Abenteuer und die gigantischen Gebirgslandschaften, die teils ans tibetische Hochland erinnerten, teils an die bizzarren Felslandschaften Utahs, waren die Menschen, denen wir begegneten. Seit Jahrtausenden schon ziehen die Berber als Nomaden und Halbnomaden mit ihren Schaf- und Ziegenherden durch diese Bergregionen. Und allzuviel hat sich seitdem nicht geändert. Klar, für die Jungen ist das Handy aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – und die Mobilfunkabdeckung ist selbst in entlegenen Tälern oft besser als im Allgäu. Doch statt im SUV oder mit dem Motorrad, sind die meisten von ihnen immer noch traditionell mit Eseln oder Mulis unterwegs. Beeindruckend war vor allem der achtsame Umgang untereinander, zum Beispiel beim Besuch des lokalen Marktes in dem Berberdorf Zaouiat Ahansal an der Nordseite des Hohen Atlas. Männer in Kaftanen, mit blitzenden Augen unter den Turbanen. Frauen mit blau-grünen Tätowierungen im Gesicht und an den Händen. Spirituelle Schriftzeichen und Ornamente, die die Verbundenheit mit Natur und Kosmos symbolisieren. Trotz des Trubels am Markt wirkte der Ortskern wie eine Oase der Ruhe, eines paradiesisch friedlichen Miteinanders. Kein lautes Geschrei, dafür respektvolle Handküsse.

Nicht viel anders im Aït Bouguemez, dem „Tal der Glücklichen“: Frauen klaubten in bunten Gewändern Kartoffel auf einem Feld. Auf dem nächsten stand noch der Weizen, der wurde mit der Sichel Ähre für Ähre geerntet. Männer ackerten mit Gespannen aus Eseln und Holzpflug Felder kaum größer als der Garten eines Einfamilienhauses. Alle wirkten tief versunken in ihre Arbeit. Ruhig. Ohne jede Hektik. Fokussiert und tiefenentspannt zugleich.

Die Tür in diese Welt geöffnet hat uns Mohamad Ahansal, der fünffache Gewinner des legendären Wüstenrennens „Marathon des Sables“. Herzlichen Dank auch an Guide Mustafa, unseren Koch Ahmed und all die vielen anderen Helfer, die uns diesen kostenbaren Einblick in eine faszinierende, bislang unbekannte Welt ermöglicht haben.

Der erste Teil der Reportagen wurde gerade in der aktuellen Ausgabe des Kundenmagazins „Bewegt“ von SportIN in Ingolstadt veröffentlicht.

Die Berber bezeichnen sich selbst als Imazighten, das bedeutet so viel wie ‚freie Menschen’.
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04 Okt Bike-Durchquerung Gran Paradiso

„Der Hammer!“ Starke Trails sind für Bikeprofi und Fotofahrer Flo Konietzko eigentlich nichts Besonderes mehr. Doch die Singletrails, die wir beim Shooting fürs MOUNTAINBKE Magazin (siehe Ausgabe 9/2014) erkunden durften, hatten’s ihm angetan. Und mir natürlich auch. Also starteten wir im vergangenen September nochmals in die Südwestecke der Alpen. Ziel: der Gran Paradiso Nationalpark. Drei Tage Biken auf fast menschenleeren Traumtrails. Harte Tragepassagen in dünner Höhenluft und berauschende Abfahrten. Einer der Höhepunkte war der Col Lauson (3299 m), einer der höchsten mit dem Bike befahrbaren Übergänge der Alpen. Flos Fazit: „Der Oberhammer!“ Und so müssen wir wohl auch im kommenden Sommer mal wieder in der Südwestecke der Alpen vorbeischauen.

Drei Tage auf fast menschenleeren Bergpfaden und flowige Singletrails vom Feinsten.
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